Urlaubshelfer

Sommerwetter auf Mallorca

Am Strand

Einer von 80 Tipps aus dem Kleinen Mallorca-Urlaubshelfer 2017

Ab Mai steigen die Temperaturen beständig und erreichen bei den Höchstwerten im Juni schon sommerliche 25 Grad im Durchschnitt. Ausrutscher sind möglich, bewegen sich aber bei im Mittel fünf Regentagen im Juni, meistens nach oben. So wurden im Juni 2016 Werte bis zu 33 Grad erreicht.

Auch am Abend werden oft angenehme 20 Grad und leicht darüber erreicht. Ein leichter Pullover oder eine dünnere Jacke, sollten im Juni zur Sicherheit dennoch mit auf die Insel reisen.
Mit der steigenden Lufttemperatur, erwärmt sich gleichzeitig das Meer und auch etwas empfindlichere Mitmenschen können sich, bei durchschnittlich 21 Grad Wassertemperatur, mit etwas mehr als nur dem großen Zeh ins kühle Nass wagen.

Im Juli steigt die durchschnittliche Tageshöchsttemperatur auf 28 Grad und die Sonne scheint im Schnitt 11 Stunden täglich auf die Insel. Im trockensten Monat des Jahres regnet es nur noch ganz selten und die Nächte bringen mit im Mittel 19 Grad nur noch wenig Abkühlung. Die Wassertemperatur steigt auf 23-24 °C. T-Shirts, kurze Hosen und leichte Kleider sind jetzt, neben Bikini und Badehose, die wichtigsten Kleidungsstücke im Koffer.

Der August ist der heißeste Monat auf Mallorca. Spitzenwerte von über 40 Grad können erreicht werden und die Höchsttemperaturen liegen bei durchschnittlich 29 Grad. Bei im Mittel 25 °C, kann man bei der Wassertemperatur nicht mehr von „kühlem Nass“ sprechen. Körperlich anstrengende Aktivitäten, wie Wandern oder Radfahren, sind jetzt allenfalls in den frühen Morgenstunden ratsam. Im August erreicht die Saison ihren Höhepunkt und an den Hotspots platzt die Insel förmlich aus ihren Nähten.

Wer es nicht ganz so heiß und voll mag, sollte im September nach Mallorca kommen. Bei durchschnittlich 26 Grad Höchsttemperatur und 23 °C im Wasser, ist allemal ein toller Badeurlaub möglich. Besonders ab Mitte des Monats, manchmal auch schon früher, sollte man aber auch auf Regen und teilweise heftige „kalte Duschen“ vorbereitet sein.

Gota fría, kalter Tropfen, nennen die Mallorquiner das Naturphänomen, welches regelmäßig zwischen September und Oktober auf Mallorca vorkommt. Sintflutartige Regenfälle prasseln dann auf die Insel nieder, oft verbunden mit heftigen Gewittern und taubeneigroßen Hagelkörnern. Der Sturzregen wird durch hohe Temperaturunterschiede von Meer und Luft verursacht. Das noch zwischen 22 und 25 Grad warme Mittelmeerwasser verdampft und steigt bis zu zehn Kilometer Höhe auf, kühlt dort dann schnell ab und bildet in Verbindung mit atlantischen Tiefausläufern und feuchtkalter Luft gewaltige Gewitterwolken. Kommt der „kalte Tropfen“ dann herab, prasseln binnen kürzester Zeit unheimliche Regenmengen auf die Insel nieder. 150 bis zu 200 Liter Wasser pro Quadratmeter sind keine Seltenheit, sogar bis zu 400 Liter sollen örtlich bereits gemessen worden sein. Trotz der Regelmäßigkeit dieses Phänomens, ist die Insel immer noch nicht ausreichend darauf vorbereitet. Straßen, Tiefgaragen und Senken stehen dann unter Wasser. Die „Torrentes“, zu diesem Zeitpunkt ausgetrocknete Wasserläufe, verwandeln sich rasend schnell in reißende Sturzbäche, es kommt immer wieder zu Erdrutschen und Straßen werden blockiert. In Verbindung mit stürmischen Winden kann eine gota fria zusätzlich gefährlich werden: entwurzelte Bäume, lose Dachziegel, herum fliegende Werbeplakate oder Sonnenschirme können erhebliche Schäden anrichten.

Im Oktober sinken die Temperaturen weiter, erreichen aber immer noch eine durchschnittliche Tageshöchsttemperatur von 21 Grad. Auch das Mittelmeer ist mit ca. 20 Grad noch angenehm warm und lädt zum Baden ein. Zwar steigt die Regenwahrscheinlichkeit weiter an, trotzdem stehen die Chancen einen „goldenen Oktober“ auf Mallorca zu erleben, ziemlich gut.

Tipp: Regen auf Mallorca!? Bei etwa 300 Sonnentagen auf der Insel ist das, besonders in den Sommermonaten, nicht sehr wahrscheinlich. Dennoch kann man Pech haben und den ein oder anderen Regentag erwischen. Viele Urlauber zieht es dann in überdachte Ausflugsziele, wie z.B. das Palma Aquarium oder in eine der Höhlen. Auch die Hauptstadt Palma ist bei Regen ein beliebtes Ziel. Wer große Menschenmengen nicht mag, sollte deshalb solche Orte an Regentagen eher meiden. Regnet es nicht gerade junge Katzen, kann ein Strandbesuch oder -spaziergang bei diesigem Wetter oder leichtem Regen durchaus seinen Reiz haben. Auch ein Besuch auf einem der Wochenmärkte bietet sich an einem Regentag, bei weniger Hitze und weniger Trubel, an.

Foto: Gustavo Frazao / Shutterstock.com

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