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Strand: Ses Covetes und S’Arenal de sa Ràpita

Ses Covetes und S’Arenal de sa Ràpita

Wenn Es Trenc mal wieder zu voll ist…

Ja, wir kennen und lieben ihn alle: Es Trenc, den Strand aller Strände im Süd-Westen Mallorcas, gleich bei Colònia de Sant Jordi. Karibisch, türkis, und… tja voll. Da kann es schon einmal passieren, dass man ganz eng zusammenrücken muss, um überhaupt mal alle Viere von sich strecken zu können und das Fototapeten-Panorama zu genießen. Der Gang zum Wasser wird dann zum lustigen Liegen- und Handtuch-Ausweichparcours. Der Vorteil dabei: Man lernt schnell Leute kennen. Nachteil: Es sind nicht immer genau die, die man auch kennenlernen will. Dabei ist die Lösung doch so einfach.

Man nehme einfach den Nachbarstrand, genau genommen sind es sogar zwei. Die Geschwister von Es Trenc sozusagen. Am nördlichen Ende von Es Trenc liegt die winzige Ortschaft Ses Covetes. Geht man die einzige Strasse ca. 200 m entlang durch die Feriensiedlung, kommt man automatisch zum Strand von Ses Covetes. Er erstreckt sich nur über 300 Meter, steht aber Es Trenc in puncto Schönheit in nichts nach. Neben dem tollem Sandstrand gibt es gleich vor der Siedlung mit Es Freu auch eine malerische, felsige Zone für diejenigen, die gerne schnorcheln. Hier schlug man unter anderem Steine für Palmas Stadtmauer und La Seu, die Kathedrale. Eine beliebte Strandbude und einige Restaurants in Ses Covetes selbst sorgen für das leibliche Wohl.

Wem das nun immer noch zu voll sein sollte, der versuche sein Glück bei dem sich nördlich anschliessenden Strand S’Arenal de sa Ràpita. Er ist mit seinen 1,1 Kilometern Länge ebenfalls kürzer als der Klassenprimus Es Trenc, aber das Badevergnügen ist mindestens genauso gut. Es sind einfach weniger Sonnenanbeter da. Und man hört deutlich öfter „mallorquín“ als am Es Trenc. Ein gutes Zeichen, wissen doch die Einheimischen am besten, wo es sich gut aushalten lässt. Vielleicht liegt das auch daran, dass viele Inselbewohner hier ein Wochenendhäuschen haben. Am netten Hafen von Sa Ràpita, der am nördlichen Ende des Strandes liegt, finden sich ein paar gute Bars und Restaurants. Und wo wir schon in Sa Ràpita gelandet sind, sei noch auf den Wachturm Son Durí aus dem 16. Jahrhundert hingewiesen. Er wurde wie viele andere Wachtürme an der Küste errichtet, um die Bevölkerung vor Piraten zu warnen.

Was? Strand: S’Arenal de sa Ràpita: Feinsandig, flacher Einstieg, Dünen und Kiefernwälder- Ses Covetes: Feinsandig, flacher Einstieg, aber auch felsiger Abschnitt Es Freu
Wo? Sa Ràpita: Von Campos über die Landstraße nach Sa Ràpita. Dort am Club Nàutic, also am Yachthafen, parken (kostenpflichtig) oder etwas weiter in die Ortschaft fahren und dann rechts von der Hauptstraße kostenfrei parken. Ses Covetes (Achtung, Parksituation ist nicht geklärt und ändert sich wöchentlich): Von Campos über die Landstraße nach Sa Ràpita; eineinhalb Kilometer vor Sa Ràpita links Richtung Ses Covetes/Es Trenc abbiegen. Parken ist hier auf blauen Stellflächen nur weit vom Strand entfernt an der Zufahrtsstraße möglich (in der Hochsaison auch kostenpflichtig).
Länge: S’Arenal de sa Ràpita: 1,1 km. Ses Covetes: 300 m
Breite: S’Arenal de sa Ràpita: 15 m. Ses Covetes: 20 m
Wasserqualität: Hervorragend
Blaue Flagge: Nein
Infrastruktur: Kostenpflichtiger Parkplatz am Hafen und Ses Covetes, Rettungsdienst, Bars, Restaurants, Wassersport, behindertengerechter Zugang, sanitäre Anlagen, Liegen-und Schirmvermietung

Karte: